Heil- praktiker- leistungen

In den ersten Anfragen vieler Klienten werden wir auf die Kostenübernahme durch Krankenkassen, Überweisungen und den Ablauf der Rechnungsstellung angesprochen. Im Folgenden möchten Wir Ihnen daher einige Erklärungen und Hinweise geben um zu diesem komplizierten Thema etwas für Übersicht zu sorgen.

Diagnose

Leider ist (aktuell) der “Burnout” keine Diagnose, die ein Arzt (meist der Hausarzt) oder Psychiater / Psychologe stellen kann, da dieser im ICD-10 (dem Verzeichnis in dem alle Krankheiten und Diagnosen aufgeschlüsselt sind) nicht enthalten ist.

Das bedeutet, dass Sie wegen einem Burnout weder krankgeschrieben werden, noch Leistungen seitens der Krankenkasse erhalten können.

Ersatzdiagnose

Daher erstellen Ihnen Ärzte eine Ersatzdiagnose, die meistens “Depression”, “Anpassungsstörung” oder “Neurastenie” lautet. Ein Burnuot ist mit diesen Leiden vergleichbar und hat häufig ähnliche Symptome – in der Behandlung aber unterscheidet er sich von den aufgeführten Diagnosen.

Ergänzend wird Burnout als Zusatz aufgeführt.

Dies bedeutet nicht, dass Sie “depressiv” sind – es bedeutet, dass Ihr Burnout vor allem Symptome einer Depression aufweist und die Krankenkasse dafür ein Behandlungsbudget planen kann.

Überweisungen

Daraufhin kann der (Haus-)Arzt Ihnen empfehlen eine entsprechende Therapie zu machen. Dafür überweist er Sie an einen Psychologen oder Psychiater ggf. zur weiteren Diagnosestellung. Die Diagnose des Hausarztes reicht aber generall aus.

Diese Überweisung ist dazu da, dass die Krankenkasse die Kosten für einen niedergelassenen / approbierten Psychiater oder Psychologen übernimmt. Allerdings nur für die Diagnosestellung und Erstgespräch! Denn danach muss ein Behandlungsplan erstellt und eingereicht werden, welcher von der Krankenkasse genehmigt werden muss um später die Kosten zu übernehmen.

Und hier kommt der wichtige Punkt: bei wem Sie dann Ihre Therapie durchführen ist unabhängig von dem Psychologen, der die Diagnose erstellt hat, denn in Deutschland gibt es die sog. “Therapeuten-Wahl-Freiheit”. Eine Überweisung bedeutet also nicht, dass Sie zu einem bestimmten Therapeuten / Psychologen / Psychiater gehen müssen und bedeutet schon gar nicht, dass die Behandlung von der Krankenkasse in jedem Fall übernommen wird. Hier ist Vorsicht und ein direktes Gespräch mit dem Sachbarbeiter bei der Krankenkasse angesagt.

Therapeutenfreiheit

Generell besteht in Deutschland Therapeutenfreiheit / Therapeuten-Wahl-Freiheit. Das bedeutet, dass Sie sich selbst Ihren Therapeut/in aussuchen können und nicht auf die von der Krankenkasse oder anderen Stellen vorgeschlagenen angewiesen sind.

Dennoch kann eine Krankenkasse von Ihnen mehrere Besuche bei von der Krankenkasse vorgeschlagenen Therapeuten (meist approbierte und in der Krankenkassenärztlichen Vereinigung aufgeführte Psychologen oder Psychiater, welcher auch die Diagnose oder Behandlungsplan erstellt hat) verlangen. Dabei müssen Sie in der Regel mindestens einen Termin in einer Sprechstunde wahrnehmen. Sofern Sie sich bei diesen nicht wohl fühlen dürfen Sie auch gegenüber der Krankenkasse weitere Termine dort (ohne Begründung) ablehnen. (Diese Besuche einer Sprechstunde können aktuell 5-7 Mal von der Krankenkasse vorgeschrieben werden.)

Prinzipiell kann Ihnen die Krankenkasse eine Therapie bei uns nicht verwehren, wohl aber die Kostenübernahme versagen.

Daher macht es Sinn sich gut mit dem Sachbearbeiter der Krankenkasse zu beraten und dort ggf. zu verdeutlichen, dass die BOB mit Diplom Psychologen und Heilpraktikern, Verhaltens- sowie Gesprächstherapeuten arbeitet, die entsprechende Qualifikationen vorweisen können, sich auf das Gebiet des Burnout und Stresserlebens spezialisiert haben. Auch ein ggf. von Ihrer Seite aufgebautes “Vertrauensverhältnis” zum Therapeuten ist ein wichtiger Punkt für die Entscheidung des Sachbearbeiters.

Privatpraxis

Die Burnout Beratung Mannheim agiert als Privatpraxis. Das bedeutet, dass wir prinzipiell direkt mit Ihnen als Klient einen Vertrag eingehen und daher auch direkt mit Ihnen abrechnen. (Unsere aktuellen Sitzungssätze / Honorare finden Sie in unserem Vertragswerk, welches wir Ihnen beim Erstgespräch aushändigen.)

Sie können daher jederzeit auch ohne Überweisung und ohne vorherigen Arztbesuch zu uns kommen.

Privatleistungen

Alle unsere Leistungen erhalten Sie bei uns als Privatleistung. Das bedeutet, dass als Vertragspartner immer Sie direkt aufgeführt sind und wir direkt mit Ihnen abrechnen.

Überweisungen sind daher für unsere Rechnungsstellung irrelevant.

Sofern wir Heilpraktikerleisutngen aufführen / abrechnen, stellen wir Ihnen diese zusammen mit dem Anteil unserer Privatleistung in Rechnung, sodass sich daraus das vereinbarte Honorar ergibt.

Aufstellung nach Gebührenordnung Heilpraktiker (GebüH)

Sofern Ihre Krankenkasse Heilpraktikerleistungen übernimmt oder bezuschusst können wir Ihnen in unseren Rechnungen die in den Sitzungen erbrachten Heilpraktikerleistungen gesondert aufschlüsseln.

Diese können Sie anschließend zur Erstattung bei der Krankenkasse einreichen.

Dennoch weisen wir darauf hin, dass der Sitzungssatz / Honorar sich nach unserem Vertrag festsetzt und von Ihnen direkt und fristgerecht beglichen werden muss, unabhängig einer Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse. (Beachten Sie hierzu bitte auch unsere AGB.)

Für die Abrechnung per GebüH ist es zudem nötig, dass wir eine Diagnosesitzung zu Beginn der Therapie abhalten. In dieser stellt Dr. Cierjacks und Ihr Therapeut gemeinsam eine Diagnose und Behandlungsplan auf, die bei der Krankenkasse einzureichen sind um die ZUsage für die Kostenübernahme zu erwirken.

Kostenerstattung: Belege einreichen

Es empfiehlt sich aber oftmals, die Belege bei der Krankenkasse auch dann einzureichen, wenn eine Kostenübernahme laut Vertrag nicht vorgesehen ist. Nicht selten werden diese selbst von gesetzlichen Krankenkassen “aus Kulanzgründen” erstattet oder bezuschusst.

Sprechen Sie mit Ihrem Berater der Krankenkassen.

Berufliches Coaching

Aus Erfahrung möchten wir Ihnen noch eine weitere Möglichkeit aufzeigen, die Kosten unserer Leistungen erstattet zu bekommen.

Manche Unternehmen fördern Ihre Mitarbeiter in “Personal Coaching”. Sie übernehmen damit einen Teil unserer Honorare. Dies ist allerdings nur möglich, wenn Sie offen mit Ihrer Personalabteilung und/oder Vorgesetzten sprechen und dies im Vorfeld klären. Sofern nötig können wir in diesem Fall die Rechnung auch splitten.

Natürlich wissen wir, dass das Thema Burnout im Unternehmensumfeld stigmatisiert ist und daher diese Möglichkeit nicht immer angenehm ist. Deshalb sollten Sie darüber nachdenken ob Ihr Unternehmen ein Coaching fördern würde und ob Ihnen diese Offenheit recht ist.

Kurse

Die Kosten für unsere Kurse (Autogenes Training und Resilienztraining) werden von den Krankenkassen im Regelfall nicht übernommen. Im EInzelfall bezuschusst die Krankenkasse Ihre Teilnahme jedoch. Erkundigen Sie sich daher ggf. vorher über das genaue Vorgehen.

Honorar 

Sofern Ihre Krankenkasse die Kosten für eine Heilpraktikerbehandlung (HpPsych) übernimmt und Sie dies in Anspruch nehmen möchten, können wir Ihnen zur Einreichung bei der Krankenkasse für jeden Sitzungstermin das anteilige Honorar gemäß Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) getrennt ausweisen. Dieser Honoraranteil ist in unserem vertraglichen Sitzungshonorar enthalten. Das Sitzungshonorar ist vollständig und fristgerecht an uns zahlbar, unabhängig von Ihrem anteiligen Erstattungsanspruch gegenüber der Krankenkasse. (Siehe hierzu auch unsere AGB.)

Privatzahler

Für alle Privatzahler gilt: wir bieten Ihnen Einzelsitzungen, und Blockbuchungen zu 5 oder 10 Sitzungen mit kleinem Rabatt. Diese stellen wir Ihnen direkt in Rechnung. (Siehe unsere AGB.)